Als Frau in der Landwirtschaft: Erzeugerin Heide Eisenacher

Das Netzwerk von Marktschwärmer ist bunt und vielfältig. Jeden Tag tragen verschiedene inspirierende Menschen dazu bei, unsere Idee von mehr Regionalität und Fairness auf dem Teller in die Tat umzusetzen – das lieben wir und wollen wir feiern! Anlässlich des Internationalen Frauentags und der Kampagne #EachForEqual (zu Deutsch: Jede*r für Gleichberechtigung) stellen wir euch drei starke Frauen aus dem Marktschwärmer-Netzwerk vor. Heide Eisenacher von der Ölmühle Vanikumer Lindenhof erklärt im Interview, wie es ist, als Frau Besitzerin einer Ölmühle zu sein.

 

Heide Eisenacher Marktschwärmer

Foto: Mareike Daennart

Wer sind Sie, wo kommen Sie her und was haben Sie für einen Betrieb?

Mein Name ist Heide Eisenacher. Ich wohne auf einem alten Bauernhof in Rommerskirchen und beliefere acht Schwärmereien in Nordrhein-Westfalen. Ich habe meinen Pferdestall zu einer gewerblichen Küche umgebaut und biete dort das Pressen von Walnüssen an. Das war hier vorher im Umkreis von 100 Kilometern nicht möglich.

 

Was hat Sie damals motiviert eine Ölmühle zu eröffnen und glauben Sie, Sie hatten als Frau Vor- oder Nachteile?

Eimerweise eigene Walnüsse, die ich verarbeiten lassen wollte, haben mich auf die Idee gebracht. Im süddeutschen Raum gibt es einige Ölmühlen, wo Leute ihre Walnüsse zu Öl pressen lassen können. Die haben aber lange Wartezeiten, weil sie so begehrt sind. Da habe ich mir gedacht: ‘Ich muss doch keine 300 Kilometer dafür fahren. Ich habe doch die Räumlichkeiten, ich kann das doch selber machen.’ Offiziell habe ich dann das Gewerbe 2016 eröffnet. Die Ölmühle hatte ich aber schon einige Zeit vorher und habe getestet, wie das Pressen überhaupt funktioniert. Denn nicht jede Walnuss lässt sich einfach verarbeiten, es kommt viel auf den Wasser- und Fettgehalt an.
Unterschiede zwischen männlichen oder weiblichen Besitzern von klassischen Ölmühlen merke ich keine. Ich habe das Gefühl, dass das Gewerbe recht durchmischt ist. Vielleicht ist es sogar etwas mehr in Frauenhand.

 

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit auf ihrem Hof besonders?

Ich mag besonders, dass ich die zeitliche Freiheit besitze, meinen Kunden das Öl selbst zu pressen. Es gibt Leute, die kommen mit zwei oder 20 Kilogramm Nüssen –da ist bei uns alles möglich. Mittlerweile presse ich nicht mehr nur Walnüsse, demnächst kommt zum Beispiel auch jemand mit Haselnüssen. Zwei Jahre lang habe ich sogar Kürbiskerne verarbeitet.

 

Was war Ihr schönstes Marktschwärmer-Erlebnis?

Bei den Verkostungen gibt es immer interessante Gespräche und Aha-Erlebnisse vonseiten der Kunden. Ich freue mich einfach immer, wenn Leute meine Produkte probieren und darüber staunen, was alles mit Nüssen möglich ist.

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