“Wir ziehen alle an einem Strang”: Natia über ihre Arbeit als Gastgeberin

Das Netzwerk von Marktschwärmer ist bunt und vielfältig. Jeden Tag tragen verschiedene inspirierende Menschen dazu bei, unsere Idee von mehr Regionalität und Fairness auf dem Teller in die Tat umzusetzen – das lieben wir und wollen wir feiern! Anlässlich des Internationalen Frauentags und der Kampagne #EachForEqual (zu Deutsch: Jede*r für Gleichberechtigung) stellen wir euch drei starke Frauen aus dem Marktschwärmer-Netzwerk vor. Den Anfang macht Gastgeberin Natia aus der Marktschwärmerei Rhöndorf.

 

Wer bist du, wo kommst du her und was machst du neben deiner Arbeit als Gastgeberin?

Ich bin Natia Rittweger, 36 Jahre alt. Ursprünglich komme ich aus Georgien und habe Ernährungswissenschaften in Bonn studiert. Jetzt arbeite ich als Fachkraft für die Qualitätssicherung von Obst und Gemüse. Jeden Freitag nach der Arbeit heißt es dann für mich Tische aufstellen und etwas dekorieren. Dann ist es Zeit für meine Marktschwärmer-Verteilung in meinem Wohnort Rhöndorf in Bad Honnef.  

 

Wie lange bist du schon Gastgeberin  und was hat dich motiviert eine Schwärmerei in Rhöndorf zu eröffnen?

Seit einem Jahr bin ich Gastgeberin, Ende März hat meine Schwärmerei Geburtstag. Dann wird gefeiert! Von dem Marktschwärmer-Konzept habe ich durch eine Anzeige im Internet erfahren. Das Wort “Gastgeberin” hat mich sofort angesprochen. Als ich dann entdeckt habe, dass bei Marktschwärmer die meisten Lebensmittel unverpackt geliefert und verteilt werden, wollte ich unbedingt mitmachen. Ich engagiere mich nebenbei im Umweltschutz und habe mich vorher immer geärgert, dass der Plastikmüll im Haushalt nicht weniger wurde. Ein weiterer Grund war, dass ich mit meiner Schwärmerei das Nachbarschaftsgefühl in Rhöndorf stärken wollte. Denn ich fühle mich hier sehr wohl – ich liebe den Ort und meine Nachbarn. Außerdem muss ich jetzt nicht mehr in den Supermarkt fahren. Das spart viel Zeit und als berufstätige Mutter mit kleinen Kindern freut man sich über jede Minute.

 

Was war dein schönstes Marktschwärmer-Erlebnis?

Jede Schwärmerei ist ein Erlebnis. Ich sage immer: “Freitag ist mein Tag.” Ein besonderer Moment war, als mein Nachbar mir sagte, dass er die Verteilung so schön findet. Generell freue ich mich immer über die vielen positiven Rückmeldungen, die ich bekomme. 

 

2020 lautet das Motto der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag “Each for Equal”. Was bedeutet das für dich persönlich?

Bei dem Thema Gleichberechtigung denke ich nicht an materielle Dinge. Für mich ist der gegenseitige Respekt sehr wichtig, denn damit schaffen wir die Gleichstellung untereinander. Wir sollten alle Menschen so annehmen, wie sie sind. Diese Werte vertrete ich auch in meiner Arbeit bei Marktschwärmer. Es gefällt mir sehr, dass wir uns gegenseitig duzen und sich niemand verstellen muss. Auch das in anderen Jobs übliche Konkurrenzverhalten gibt es nicht. Wir ziehen alle an einem Strang und stehen gemeinsam für eine Sache. 

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