Saisonales Obst und Gemüse haltbar machen

Der Herbst ist da und damit auch eine große Menge an regionalen Obst und Gemüse Sorten. Gerade jetzt ist das Angebot so vielfältig, dass es sich lohnt einiges davon in Weck-Gläsern haltbar zu machen, um sich auch in den kalten Wintermonaten weiterhin regional und abwechslungsreich ernähren zu können. Wir zeigen dir wie du mit einfachen Mitteln Walnüsse, Blumenkohl, Pflaumen und Kürbis zu echten Delikatessen in deinem Vorratsschrank verarbeiten kannst. 

 

Die richtige Hygiene und Aufbewahrung

Ganz egal, ob du dein Obst und Gemüse mit Zucker, Essig oder Salz haltbar machen willst, gilt es dabei auf absolute Hygiene und Sauberkeit zu achten. Nur dann wird es dir gelingen, leckere Ergebnisse zu erzielen. Deine Weck-Gläser müssen vor dem Gebrauch unbedingt mit heißem Wasser ausgespült werden. Denke auch daran alle anderen Küchenhelfer, die mit den Lebensmitteln in Berührung kommen, vorher mit heißem Wasser zu reinigen (Gummiring, Deckel, Messer, Schüsseln). 

Zum Haltbarmachen solltest du nur frisches Obst und Gemüse verwenden, das keine Druckstellen oder Flecken aufweist. Falls du doch mal eine Stelle entdeckst, einfach großzügig mit dem Messer wegschneiden. Bevor du die Lebensmittel dann weiterverarbeitest solltest du sie unbedingt gründlich putzen und waschen. 

Deine gefüllten Weck-Gläser solltest du an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort aufbewahren.  

 

Walnussbutter

Walnüsse können schnell ranzig werden. Um das zu Verhindern kann man sie hervorragend zu einer nach Thymian duftenden Butter verarbeiten. Diese schmeckt besonders lecker auf einer Scheibe frisch gebackenem Sauerteigbrot aber auch zu Nudeln oder einem Stück Käse.

Du brauchst:

250 g weiche, gesalzene Butter

100 g Walnusskerne

8 Stiele Thymian 

1 Knoblauchzehe

Pfeffer

 

So geht’s: 

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Thymianblätter vom Stiel abzupfen und ebenfalls kurz hacken. Alle Zutaten miteinander vermischen. Aus der Masse kleine Kugeln formen und diese vorsichtig in Backpapier einwickeln. In der Tiefkühltruhe aufbewahren.

Die Butter muss innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden. Dazu einfach kleine Stücke aus dem Gefrierfach nehmen und im Kühlschrank auftauen lassen. 

 

Blumenkohl Pickles

Es müssen nicht immer Gurken sein, die in Essig eingelegt werden. Auch andere Gemüsesorten wie Kohlrabi, Blumenkohl oder Möhren schmecken eingelegt in einem Sud aus Essig, Salz, Zucker und Gewürzen einfach köstlich. So zubereitet bieten sie geschmacklich eine tolle Ergänzung auf einem Sandwich oder können als Beilage zu verschiedenen Fleischgerichten gereicht werden. 

Für 2 Gläser á 250 ml brauchst du: 

1 großen Kopf Blumenkohl oder Romanesco

300 ml Apfelessig

250 ml Wasser

80 g Zucker

3 Lorbeerblätter

1 Esslöffel Pfeffer und rosa Beere

1 EL Salz 

 

So geht’s: 

Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Diese zwei Minuten lang in einem Topf mit kochendem Wasser und einem Schuss Essig blanchieren. Sofort in eine Schüssel mit Eiswasser tauchen. Anschließend auf einem sauberen Tuch trocken tupfen. Essig, Wasser, Zucker und Gewürze in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Röschen in die zuvor abgekochten Gläser geben und mit dem Kochenden Essigwasser aufgießen, bis alles bedeckt ist. Das Glas fest verschließen und warten bis es vollständig abgekühlt ist. 

Die Blumenkohl Pickles solltest du innerhalb von drei Monaten verbrauchen. Nach dem Öffnen ist es am Besten, sie im Kühlschrank aufzubewahren.

 

Eingelegte Pflaumen

Im Herbst schmeckt der klassische Pflaumenkuchen als Hefe- oder Rührteig mit Streuseln und Sahne besonders gut. Damit du dir diesen herrlichen Geschmack aber auch in den kalten Wintermonaten bewahren kannst, empfehlen wir dir, ein paar dieser aromatischen Früchte mit etwas Zucker und Gewürzen haltbar zu machen. Du wirst dich freuen, wenn du dir deine Pfannkuchen an einem kalten Wintertag, mit selbst eingelegten Pflaumen versüßen kannst. 

 

Du brauchst: 

1,4 Kilo Pflaumen 

900 ml Wasser

100 Gramm Zucker (Rohrrzucker)

Du kannst die Pflaumen auch mit Vanille, Sternanis, Zimt oder Kardamom verfeinern. Hierfür würdest du dann folgende Maße verwenden: 3 TL Zimt, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1/2 TL Kardamom, 2 Messerspitzen Vanille 

 

So geht’s: 

Die Pflaumen gründlich waschen und die Kerne herausschneiden. Matschige Stellen auch unbedingt herausschneiden. Die Pflaumen mit allen anderen Zutaten  in einen großen Kochtopf geben und kurz aufkochen lassen. Koche die Pflaumen nicht zu lange, sonst zerfallen sie schnell. Nun die Pflaumen mit dem heißen Sud zusammen in die Weckgläser abfüllen abkühlen lassen. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt es sich die Gläser im Ofen ein zu kochen. Dazu ein Backblech auf die unterste Schiene schieben und mit Wasser füllen, so dass die Gläser ca. 3 cm tief im Wasser stehen. Dann den Ofen auf 180°C (Ober-Unterhitze) stellen. Sobald das Wasser auf dem Backblech zu köcheln beginnt, den Ofen ausschalten und die Gläser 30 – 40 Minuten im Ofen einkochen lassen. 

Die eingelegten Pflaumen solltest du innerhalb eines Jahres verbrauchen. 

 

Kürbis Ketchup

Wenn du dir ein bisschen Abwechslung zu deinem herkömmlichen Tomaten Ketchup wünscht, ist dieses Rezept genau das richtige für dich. Um den Ketchup herzustellen muss gekochter Kürbis einfach nur püriert und anschließend mit etwas Essig, Zucker und Gewürzen verfeinert werden. Der Ketchup passt besonders gut zu buntem Ofengemüse. Auch als Sauce auf einem herbstlichen Grillfest sollte er nicht fehlen. 

Du brauchst: 

1,5 kg Kürbis

1 gehackte Zwiebel

3 Knoblauchzehen, gehackt

3 Lorbeerblätter

1 kleine Chilischote

Salz, Pfeffer

 

So geht’s: 

Den Kürbis putzen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Den Kürbis zusammen mit den restlichen Zutaten in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken und etwa zwanzig Minuten kochen lassen, bis er weich ist. Mit einer kleinen Menge Kochwasser fein pürieren.

Anschließend hinzufügen: 

10 cl Sherry-Essig

50 g Tomatenmark

20 g brauner Zucker

1 gute geriebene Muskatnuss

½ Esslöffel geräucherter Paprika

½ Esslöffel Zimt

½ Esslöffel Anispulver

 

Die Kürbismasse 30 Minuten lang bei schwacher Hitze unter regelmäßigem Rühren reduzieren. Den Ketchup sofort in ein zuvor abgekochtes Glas gießen, fest verschließen und abkühlen lassen.

Den Kürbis Ketchup innerhalb von sechs Monaten verbrauchen. Nach dem Öffnen am Besten im Kühlschrank aufbewahren.

 

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