Wilde Kräutervielfalt auf deinem Teller

Die Welt der Kräuter, besonders die der Wildkräuter, ist ausgesprochen facettenreich. Es gibt hunderte von essbaren Wildkräutern, von denen viele sogar im eigenen Garten wachsen oder auf Wiesen und Feldern gepflückt werden können – und das ganz umsonst. Wir stellen vier wilde Kräuter vor, die du unbedingt probieren musst.

Gundermann

Dieses Würzkraut findest du eigentlich das ganze Jahr über auf den Wiesen und Weiden in deiner Umgebung. Selbst im Winter treibt der Gundermann unter dem Schnee zarte Blätter aus. In der kalten Jahreszeit ist das Kraut mit entzündungshemmender Wirkung und dem hohen Gehalt an Vitamin C genau das richtige, um deinen Stoffwechsel anzukurbeln und einer nahenden Erkältung entgegenzuwirken. Der scharf, würzige Geschmack ist sehr intensiv, weshalb es sich empfiehlt dieses Kraut beim Zubereiten mit anderen Wildkräutern zu verbinden. 

Ideen zum Kochen

Gundermann passt sehr gut in einen bunten Wildkräutersalat, simpel angemacht mit etwas Essig und Öl. Überdies kannst du aus dem Kraut auch einen leckeren Tee oder eine erfrischende Kräuterlimonade zubereiten. Der Geschmack von Gundermann erinnert ein wenig an den von Minze, weshalb es auch gut zu süßen Speisen wie zum Beispiel einem Erdbeermousse passt. Die lilafarbenen Blüten des Gundermanns haben ein süßliches Aroma und sehen zum Beispiel angerichtet auf einem Kräuterrisotto auch noch sehr dekorativ aus.

Spitzwegerich

Spitzwegerich kommt oft als Hausmittel, in Form von Heilpflanzensaft und Tee, bei Husten und Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Gegen juckende Mückenstiche soll das Kraut ebenfalls helfen. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und regen das Immunsystem an. Die schmalen, spitz zulaufenden Blätter sind oft am Wegesrand und auf Wiesen zu finden.  

Ideen zum Kochen

Die rohen Blätter des Spitzwegerich haben einen eher bitteren Geschmack, der ein bisschen an den von Pilze erinnert. Das Kraut eignet sich als Zugabe in bunt gemischten Salaten, in einem Wildkräuter-Omelette oder einfach nur gekocht wie Spinat. Fein gehackt, ist der Spitzwegerich eine vitaminreiche Ergänzung in einem Kräuterquark. Natürlich kannst du Spitzwegerich mit etwas Zucker auch zu einem Sirup einkochen und so deinen eigenen Hustensaft herstellen. 

Vogelmiere

Vogelmiere wächst bis in den späten Herbst auf Äckern und Brachflächen und wird meist als lästiges Unkraut angesehen. Dabei ist das anspruchslose Kraut sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und sollte lieber öfter auf dem Teller landen. Die Vogelmiere zeichnet sich besonders durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß, Vitamin A und C aus. Außerdem enthält sie ca. dreimal so viel Kalium wie Kopfsalat. Die wunderschönen weißen Blüten sind ebenfalls essbar. 

Ideen zum Kochen

Der milde Geschmack der Vogelmiere ist vergleichbar mit dem von jungen Erbsen. Das gesunde Kraut passt besonders gut zu Kartoffelsalat, kann aber auch als Zutat in verschiedenen Suppen und Eintöpfen verwendet werden. In Kombination mit anderen Kräutern lassen sich aus Vogelmiere auch schmackhafte Kräuteraufstriche herstellen. 

 

 

Brennnesselblätter und Samen 

Die Blätter der Brennnessel aber auch ihre Samen sind ein regionales Superfood. Während du im Frühjahr eher die zarten Blätter der Nessel pflücken solltest, sind es im Herbst die nährstoffreichen Samen, die deinen Speiseplan ergänzen können. Brennnesselsamen sind reich an Vitaminen und versorgen dich mit einer ganzen Palette an Mineralstoffen darunter Eisen, Kalium und Kalzium. Die unreifen, grünen Samen solltest du so frisch wie möglich verwenden, wohingegen du die braunen, reifen Samen am besten zu Hause im Ofen trocknest und diese anschließend in einem luftdichten Gefäß aufbewahrst. 

Ideen zum Kochen

Richtig lecker schmecken junge Brennnesselblätter gekocht als Suppe zusammen mit Kartoffeln und etwas Sahne. Sie eignen sich aber auch als Füllung in herzhaften Quiches, Nudeln oder Ravioli, wo sie wie Spinat verwendet werden können. Mit getrockneten Brennnesselsamen, die wunderbar nussig schmecken, kannst du deine herbstliche Gemüsesuppe verfeinern oder deinem Frühstücks-Smoothie ein paar extra Vitamine verpassen. 

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